M+W Central Europe GmbH

Aktuelles

11.12.2017

Strategien für die IT-Sicherheit in der pharmazeutischen Produktion

M+W Cyber Security Symposium in Basel

Auf Einladung von M+W Central Europe trafen sich am 16. November 30 Teilnehmer zum ersten M+W IT- und Cyber-Security-Symposium in Basel. Die Gästeliste liest sich wie ein Auszug aus dem „Who’s who“ der pharmazeutischen Industrie der DACH-Region, das Interesse an den Fachvorträgen war hoch und auch der rege Austausch im anschließenden Get-together zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben.

„Cyberkriminalität ist ein lukrativer Milliardenmarkt, der nichts mehr mit versponnenen Nerds zu tun hat, sie kennt keine Grenzen und nutzt jede Schwachstelle gnadenlos aus. Deshalb haben wir ein neues Geschäftsfeld für IT- & Cyber-Sicherheit in der automatisierten Fertigung aufgebaut. Auf dem Symposium konnten wir unsere Expertise überzeugend präsentieren“, resümiert Holger Mettler, Leiter Computer System Validierung bei M+W.

Was IT-Attacken anrichten können, zeigte jüngst der Erpressungstrojaner WannaCry. Weltweit machte er abertausende PC-User erpressbar und legte Systeme von Behörden, Krankenhäusern, Firmen, Energie- und Telekommunikations-Versorgern lahm. Mit wachsender Automation und Vernetzung durch die Industrie 4.0 steigt auch das Cybercrime-Risiko massiv an. Mit drastischen Folgen: Es drohen enorme Verluste, wenn ganze Produktchargen durch Lücken in der GMP-Dokumentation nicht mehr verkäuflich sind und defekte Anlagen Produktionsausfälle oder gar Umweltschäden verursachen und Menschen in Gefahr bringen – das Horrorszenario ließe sich endlos steigern.

Was also tun? Antworten auf neuestem Stand lieferten in Basel u.a. die Referenten Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Niemann (Hochschule Hannover), Dr. Pierre Kobes (Siemens AG), Daniel Rudin (Schweizer Melde- und Analysestelle zur Informationssicherung MELANI) und Robert Geiger, Consultant Computer System Validation & Cyber Security bei M+W CE.

„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, wie die rege Beteiligung und Nachfrage aus der Pharma-industrie beweist“, freut sich Karsten Münzner, Leiter des Regionalbüros M+W in Basel.  Und das ist auch gut so, denn auch für uns öffnet sich hier ein lukrativer Markt. Die Industrie steht derzeit unter Handlungsdruck: Bis Sommer 2018 fordert der deutsche Gesetzgeber von Unternehmen im Bereich kritischer Infrastrukturen, wie Strom- und Wasserversorgung, Telekommunikation oder Ernährung, die Umsetzung eines zertifizierten IT-Sicherheitsmanagements. Die Bereiche Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen sowie Transport und Verkehr folgen dann im Sommer 2019. Bis dahin bleibt nicht mehr viel Zeit und viele Firmen haben noch nicht einmal richtig angefangen. „In den meisten Unternehmen, vor allem im Mittelstand, fehlt es an allem, Tools, Strategien, Prozesse, Kompetenz …“, so Robert Geiger, „hier greift unser Angebot ideal. Wir bieten, was die Unternehmen dringend brauchen: kompetente Beratung und habhafte Lösungen, auch für den Umgang mit den komplexen gesetzlichen Standards und Richtlinien.“

Das sieht auch Holger Mettler so: „Für unser neues Geschäftsfeld IT- & Cyber-Security bedeutet das eine große Chance, die wir nutzen werden.“ Für 2018 sind deshalb weitere Symposien im DACH-Raum geplant.

(Bild links) Keynote von Prof. Niemann: “Cyber Security in the Process Industry – Current Approach and Future Challenges”                    
(Bild rechts) Teilnehmer von Pharmaherstellern wie Novartis, Roche, Merz und Lonza erhalten wertvolle Einblicke in die Sicherung IT-gestützter automatisierter Produktionssysteme

Kontakt:
Holger.Mettler@mwroup.net
Karsten.Münzner@mwgroup.net
Karsten.Deuringer@mwgroup.net
Robert.Geiger@mwgroup.net

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